Es gibt Menschen, die erklären dir Online-Marketing. Und es gibt Menschen, bei denen du nach 30 Sekunden Video das Gefühl bekommst, dass dein gesamtes bisheriges Leben ein einziger schlecht optimierter Funnel war. Andreas Baulig gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Während gewöhnliche Menschen morgens überlegen, ob sie zuerst Kaffee trinken oder ihre E-Mails beantworten, dürften im Baulig-Universum ganz andere Fragen relevant sein: Rolex links oder rechts? Lamborghini oder irgendwas Diskretes mit 600 PS? Und vor allem: Warum skaliert dieser verdammte Kaffee eigentlich noch immer nicht?
Das Problem mit SEO: Es ist viel zu bescheiden
Wir von der SEO-Klitsche müssen an dieser Stelle einräumen, dass wir SEO vermutlich jahrzehntelang falsch verstanden haben. Wir dachten bisher tatsächlich, es ginge um Dinge wie:
- Suchintention
- hilfreiche Inhalte
- technische Optimierung
- interne Verlinkung
- Autorität
- Links
- Nutzerzufriedenheit
Wie naiv. Denn wenn man sich die moderne Business-Coach-Kommunikation anschaut, wird schnell klar:
Das eigentliche Problem deiner Website ist dein Mindset.
Du rankst nicht auf Platz 17, weil deine Seite schlecht ist. Du rankst auf Platz 17, weil du wie Platz 17 denkst. Ein echter Unternehmer denkt Platz 1. Nein. Ein echter Unternehmer denkt: „Warum gehört mir Google eigentlich noch nicht?“
Dein Golf fährt keine Leads ein
Stell dir folgende Situation vor. Du betreibst eine kleine SEO-Agentur. Sieben Mitarbeiter. Solide Kunden. 400.000 Euro Jahresumsatz. Eigentlich ganz ordentlich. Dann öffnest du Instagram. Fehler. Denn drei Reels später weißt du: Du bist wirtschaftlich praktisch obdachlos. Andere Menschen skalieren offenbar schon beim Frühstück auf siebenstellige Monatsumsätze, während du Vollidiot noch Rechnungen schreibst. Und dann schaust du aus dem Fenster. Da steht er. Dein VW Golf. Jetzt wird dir alles klar.
Das ist kein Auto. Das ist eine Conversion-Bremse.
Wie soll ein potenzieller Premiumkunde dir 25.000 Euro für eine Beratung überweisen, wenn du bei Tempo 180 schon beide Hände am Lenkrad brauchst? Premiumvertrauen entsteht schließlich nicht durch Kompetenz. Premiumvertrauen entsteht, wenn die Fahrzeugtür nach oben aufgeht.
Der neue Google-Rankingfaktor: ROLEX
Google spricht seit Jahren von E-E-A-T. Experience. Expertise. Authoritativeness. Trust.
Doch möglicherweise fehlt ein entscheidendes R. Wir präsentieren:
R-E-E-A-T: Rolex – Experience – Expertise – Authoritativeness – Trust
Die Logik ist bestechend. Wer eine Rolex besitzt, muss seine Zeit im Griff haben. Wer seine Zeit im Griff hat, hat Prozesse. Wer Prozesse hat, kann skalieren. Wer skaliert, macht Umsatz. Wer Umsatz macht, muss recht haben. QED.
Gary Illyes schweigt dazu bislang auffällig. Zufall? Wir glauben nicht.
Content ist tot. Du brauchst Dominanz.
Früher lautete eine typische SEO-Empfehlung: Erstelle den besten Inhalt für die Suchanfrage. Das ist natürlich wahnsinnig anstrengend. Du musst recherchieren. Du musst Fachwissen haben. Vielleicht sogar Dinge ausprobieren. Viel einfacher ist die moderne Variante:
Stell dich vor ein teures Auto und erkläre anderen Menschen, dass sie alles falsch machen.
Das hat mehrere Vorteile. Erstens ist die Recherchezeit praktisch null. Zweitens benötigst du keine Quellen. Drittens widerspricht dir niemand, weil alle damit beschäftigt sind herauszufinden, ob der Ferrari dir gehört. Und viertens kannst du das gleiche Video morgen erneut aufnehmen. Andere Jacke. Andere Tiefgarage. Gleicher Inhalt. Das nennt man Content Scaling.
Der Baulig-Funnel für SEOs
Wir haben deshalb das Geschäftsmodell vorsorglich auf SEO übertragen.
Stufe 1: Schmerz erzeugen
Anzeige: „Warum 97 % aller SEO-Agenturen niemals siebenstellig werden.“ Wichtig ist die Zahl 97. Warum? Keine Ahnung. Aber 97 klingt wissenschaftlicher als „ziemlich viele“.
Stufe 2: Existenz infrage stellen
Im Video erfährt der SEO: „Wenn du deine Leistungen noch nach Stunden abrechnest, hast du das Unternehmertum nicht verstanden.“ Der SEO schaut auf seine Zeiterfassung. Er beginnt zu schwitzen.
Stufe 3: Hoffnung
„Wir zeigen dir ein System, mit dem du deine Agentur planbar skalierst.“ Das Wort planbar ist wichtig. Niemand möchte unplanbar reich werden.
Stufe 4: Erstgespräch
Das kostenlose Erstgespräch dient der schonungslosen Analyse deiner aktuellen Situation. Also: Umsatz? Mitarbeiter? Ziele? Leidensdruck? Porsche bereits vorhanden?
Stufe 5: Premium
An diesem Punkt lernst du den vielleicht wichtigsten Satz des modernen Unternehmertums:
„Wenn du beim Preis überlegen musst, bist du noch nicht in der richtigen Zielgruppe.“
Fantastisch. Problem gelöst.
Von 10.000 auf 100.000 Besucher skalieren
Auch SEO lässt sich selbstverständlich skalieren. Ein klassischer SEO würde möglicherweise sagen: „Wir analysieren zunächst Informationsarchitektur, Wettbewerb, Rankings, Suchintentionen und technische Probleme.“ Amateur. Der skalierende SEO sagt: „Wir drehen jetzt Traffic hoch.“ Wie? Details. Was kostet es? Mindset-Frage. Wann? Planbar. Wie viel? Zehnfach. Warum genau zehnfach? Weil 13,7-fach auf Instagram beschissen aussieht.
Und dann kam GEO
Kaum hatten sich die alten SEOs einigermaßen an künstliche Intelligenz gewöhnt, erschien GEO. Generative Engine Optimization. Plötzlich reicht Platz 1 bei Google nicht mehr. Jetzt soll ChatGPT deinen Namen kennen. Perplexity soll dich zitieren. Gemini soll dich empfehlen. Und irgendeine KI soll im Jahr 2028 auf die Frage „Wer ist der beste Steuerberater in Castrop-Rauxel?“ mit deinem Namen antworten.
Für Business-Coaches müsste GEO eigentlich das perfekte Medium sein. Denn erstmals gibt es ein Marketinginstrument, das sich vollständig skalieren lässt, ohne dass ein Mensch die Texte lesen muss. KI schreibt Content. KI optimiert Content. KI liest Content. KI fasst Content zusammen. KI empfiehlt Content. Und am Ende sitzt irgendwo ein Mensch im Lamborghini und erklärt, dass er ein digitales Ökosystem aufgebaut hat. Perfektion.
Die SEO-Klitsche muss jetzt handeln
Natürlich können auch wir uns dem Fortschritt nicht verschließen. Deshalb steht bei der SEO-Klitsche eine umfassende Transformation bevor.
Aus: SEO-Beratung wird: High Performance Organic Visibility Consulting
Aus dem: SEO-Audit wird: Digital Authority Scaling Blueprint
Und aus: „Wir haben ein paar kaputte interne Links gefunden“ wird: „Wir haben sieben massive Growth Bottlenecks in deiner digitalen Visibility Architecture identifiziert.“
Preis vorher: 1.500 Euro. Preis danach: 17.997 Euro. Der Inhalt bleibt derselbe. Aber das PDF bekommt einen schwarzen Hintergrund.
Das Büro muss ebenfalls skalieren
Leider reicht neue Sprache allein nicht. Unsere bisherigen Fotos zeigen Menschen an Schreibtischen. Teilweise sogar mit normalen Bürostühlen. Das muss aufhören. Niemand kauft Transformation von jemandem, der auf einem IKEA-Stuhl sitzt. Das künftige SEO-Klitsche-Fotoshooting findet deshalb ausschließlich an folgenden Orten statt: Tiefgarage. Penthouse. Flughafen-Lounge. Dachterrasse. Neben Fahrzeugen, deren Versicherung mehr kostet als unser Server. Wichtig: Auf keinem Foto darf erkennbar sein, was wir eigentlich arbeiten. Das würde nur ablenken.
Und was sagt Google dazu?
Google könnte jetzt natürlich einwenden: „Wir bewerten Inhalte und nicht die Uhr des Autors.“ Das ist exakt die Art von Small-Mindset-Denken, mit der Google niemals achtstellig skalieren wird. Vielleicht sollte Google dringend ein Erstgespräch buchen. Denn seien wir ehrlich: Über 25 Jahre Suchmaschine. Milliarden Nutzer. Aber bis heute kein einziger offizieller Google-Instagram-Post mit Sonnenbrille vor einem Lamborghini. Da wird unglaublich viel Potenzial liegen gelassen.
Unser Fazit
Wir haben verstanden. SEO allein reicht nicht mehr. Du brauchst Positionierung. Du brauchst Prozesse. Du brauchst Skalierung. Du brauchst Premiumkunden. Du brauchst einen Funnel. Du brauchst Content. Du brauchst GEO. Du brauchst KI. Und offenbar brauchst du irgendwann eine Uhr, bei der andere Menschen aus zehn Metern Entfernung erkennen können, dass sie teuer war. Bis dahin machen wir bei der SEO-Klitsche weiter wie bisher: Websites verbessern. Probleme lösen. Rankings analysieren. Content schreiben. Vielleicht sogar Kunden zuhören. Vollkommen verrückt. Aber irgendjemand muss schließlich die Arbeit machen, während die anderen skalieren.
