Die Seo-Klitsche

Aus dem Arbeitsleben einer Super SEO Company
Feb16th

Dubioser Fall von Cookie-Spreading bei Edeka

Zur Zeit wird das Thema Cookies und Cookie-Spreading in Marketing-Kreisen heiss diskutiert. Schon einige Fälle von zweifelhaftem Umgang bei der Verteilung von Cookies sind aufgedeckt worden, doch so langsam nimmt die Sache verheerende Ausmaße an. Jetzt wurden sogar Cookies bei Edeka endeckt. Die Edeka-Gruppe ist seit 2005 durch die Übernahme der Spar Handels-AG der größte Verbund im deutschen Einzelhandel. Dass dieser Verbund es nötig hat, Cookies derart offen und unkontrolliert zu verteilen, zeigt den erschreckenden moralischen und kaufmännischen Sittenverfall im Internet. Weitere Informationen zum Fall gibt es unter dem Beitrag Cookies bei Edeka bei Seo-Radio.

Dez13th

Der H0 Trick – SEO Geheimnisse ausgeplaudert

In der Serie “SEO Geheimnisse ausgeplaudert” verraten wir diesmal einen Hammer SEO-Trick, nämlich wie man mit dem <H0>-Tag die OnPage Optimierung revolutionieren kann. Entdeckt hat den Trick kein geringerer als Mett Katz beim Durchforsten des Googel Ranking Quellcodes, den grafischen Beweis erbrachte dann einige Wochen später Johannes Sextricks Beus mit Hilfe seiner SEO-Toolbox. Hier erst einmal die Grafik, die nicht von ungefähr an die Grafiken von Ranking-Faktoren: H1 bis H6 im Detail erinnert.

H0 Ranking Stats

Schon damals war aufgefallen, und das war eine kleine Sensation, dass das <H1>-Tags keinerlei Ranking-Wirkung mehr hatte. Nur hat sich niemand gefragt, ob das Absicht war oder nur ein Fehler im Quelltext. Mett Katz war damals stutzig geworden und hat den entsprechenden Googel Quellcode analysiert. Dabei stellte er fest, dass der Programmierer der entscheidenden Zeilen einen kleinen Vertipper in die Sourcen eingebaut hatte. Anbei der entsprechende Code-Auszug:

switch($heading)
{
case H0: $pagerank+=0.15; break;
case H2: $pagerank+=0.9; break;
case H3: $pagerank+=0.6; break;
case H4: $pagerank+=0.4; break;
case H5: $pagerank+=0.2; break;
case H6: $pagerank+=0.1; break;
default: $pagerank+=0.001; break;
}

Man erkennt unmittelbar, der Wert H1 fehlt. Da die Switch-Anweisung den Wert nicht abfängt, wird lediglich der Default Wert 0.001 zum PageRank der Seite dazu addiert. Das passt sehr gut mit Johannes seiner Beobachtung beim H1-Tag zusammen. Der Programmierer hat sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit beim H1-Tag nur vertippt (oder hat keine Ahnung von HTML), wie auch immer, die ganze ihm zugedachte Power hat jetzt das H0-Tag verpasst bekommen. Mett hat seinerzeit die Googel Führung von dem Fehler in Kenntnis gesetzt, doch Larry Page und Sergej Brin haben dankend abgewunken, da die SERPs mit dem Fehler bedeutend besser ausgesehen haben ;-)

Und jetzt sollte auch dem letzten SEO-Neuling ein Licht aufgegangen sein, was zu tun ist um seine Google Rankings noch weiter nach oben zu boosten. Ist das nicht cool? Website-Boosting mit H0-Tag, leichter kann man sich keinen unfairen Vorteil im Kampf mit den Suchmaschinen erkämpfen, als durch Einbau dieses Tags oder Umbau der alten H1-Tags. Aber bitte seid schweigsam und posaunt diesen Trick nicht durch alle SEO-Foren und Blogs in die Welt hinaus. Google ist wachsam und könnte den Trick sonst entkräften.

Feb24th

Die Lichtenstein Affäre

Uuups, da ist uns aber eine ganz böse Verwechslung unterlaufen. Heute früh mussten wir unserem ältesten Mitarbeiter die Kündigung überreichen, da sich herausstellte, dass letztendlich er der alleinige Auslöser der “Liechtenstein Affäre” gewesen sein dürfte.

Während die Liechtenstein Affäre schon seit Tagen auf allen Nachrichtenkanälen ihre Kreise zieht, kamen wir hier in der Seo-Klitsche erst gestern abend ins Rotieren. Ausschlaggebend war ein Blogbeitrag des Inhouse Seo vom 19. Februar mit dem Titel “Liechtenstein oder Lichtenstein” – durch den unserer ältester Mitarbeiter Ralf G. überhaupt erst auf seinen fatalen Fehler (und seine Verantwortlichkeit in dieser Affäre) aufmerksam gemacht wurde.

Ralf G. hatte die Aufgabe, sich nach seinem Optimierungsprojekt “Seo Breisgau” um die Optimierung für die Stadt Lichtenstein zu kümmern. Lichtenstein ist eine kleine Stadt mit 13.000 Einwohnern im Landkreis Chemnitzer Land in Sachsen und hat sich trotz schwerer ostdeutscher SEO Konkurrenz für die Seo-Klitsche als SEO-Dienstleister entschieden. Im Rahmen unserer allseits beliebten Branchen- und Regional-Strategie (d.h. alle Begriffe in Kombination mit dem Ortsnamen auskippen, also Kino Lichtenstein, Wetter Lichtenstein, Hotel Lichtenstein usw.) wurden auch die Informationen für Bank Lichtenstein via Google recherchiert. Da sich unserer Optimierer auf die Google-Suche verlassen hat, immerhin wird die LGT Group dort an erster Stelle gelistet, wurde die URL lgt.com in die Datenbank der Lichtensteiner Banken aufgenommen und anschließend von unseren SEO-Skripten analysiert.

Eine Aufgabe dieser Skripte ist das vollständige Erfassen aller Seiten und Dokumente und die Sicherung der Daten für eventuelle weitergehende Untersuchungen. Am Ende eines Projektes sammeln wir all diese Daten, schreiben unsere Berichte, brennen alles zusammen auf DVD und schicken sie unseren Kunden. Auf diese Art sind unsere Kunden immer vollständig über den Stand der Optimierung informiert, können jeden Schritt nachvollziehen und haben ganz nebenbei alle relevanten Informationen und Daten vor Ort im Zugriff.

Langer Rede kurzer Sinn, der Kollege Ralf G. hatte nicht nur unsere normalen Skripte gegen die Bank URLs laufen lassen, sondern versehentlich auch die “Black Hat Suite” aktiviert. Schlimm nur, dass der Blackbot sich dabei versehentlich in interne Datenbanken mit Kunden- und Transaktions-Informationen verlaufen haben muss. Noch schlimmer, dass diese Daten vom Bot brav weggesichert wurden. Ganz übel, dass die für Black Hat Skripte vorgesehene Verschlüsselung der zu sichernden Daten von Ralf (zwecks Fehlersuche) tags zuvor abgeschaltet worden war. Und als wenn diese unglückliche Verkettung von Zufällen nicht schon schlimm genug gewesen wäre, die Annahme der versehentlich unfrankierten Postsendung (mit der bewußten DVD darin) wurde in Liechtenstein (man achte auf den kleinen Unterschied) verweigert und da Kollege Ralf es neben der falschen Zieladresse auch noch versäumt hatte den Absender anzugeben, schaltete sich die Recherche Abteilung der Deutschen Post ein …

Der Rest ist Geschichte. Beim Versuch die Adresse des Absenders anhand des Paketinhaltes zu ermitteln, entdeckte der zuständige Post-Mitarbeiter die LGT-Datenbank und informierte seinen Vorgesetzten. Dieser reichte die Informationen und die DVD weiter nach oben, bis sie letztendlich beim Vorstandsvorsitzenden der Post auf dem Schreibtisch landete. Dieser sah sich aufgrund der vielen Mitwisser zur Selbstanzeige genötigt – das war’s. Das waren die wahren Hintergründe der Lichtenstein Affäre – die letztendlich von nur einem einzigen kleinen Buchstaben ausgelöst wurde.

Und von Ralf G. natürlich ;-)

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