Die Seo-Klitsche

Aus dem Arbeitsleben einer Super SEO Company
Nov7th

PageRank 10 Links zu verschenken

Nachdem jetzt das jüngste PageRank Update eine gute Woche vergangen ist und die grünen Balken auf den Webseiten in ihrer vollen Farbenpracht erstrahlen, hat sich die Seo-Klitsche zu einem spektakulären Schritt in Bezug auf die immer weiter ausbreitende PageRank-Sucht entschlossen. Opfer dieser Suchtkrankheit sollen mit Hilfe von unschädlich gemachten PR10 Links desensibilisiert und wieder dem Internet-Leben zugeführt werden. Die Seo-Klitsche verschenkt zu diesem Zweck die folgenden drei PR10 Links.

  1. <a href=”…”>PR10</a>
  2. <a href=”…”>PR-10</a>
  3. <a href=”…”>PR 10</a>

Jeder Seo und Webmaster der das Gefühl hat, er könne an PageRank-Sucht leiden, kann sich hier im Kommentarbereich outen und bekommt die Chance an der Verlosung der 3 obengenannten Links teilzunehmen. Wichtig wäre für uns zu erfahren, wie sich die PageRank-Sucht zur Zeit bemerkbar macht. Denn wir arbeiten parallel zu dieser PR-Aktion auch an einem Impfstoff gegen die Sucht. Dieser Impfstoff könnte notwendig werden, sollte die PR-Sucht zu einer PR-Seuche mutieren. Also, macht alle mit und helft bei der Eindämmung der potentiellen Seuche.

Okt10th

Blogs richtig schreiben

Dieser Artikel lehnt sich an das Seo-United Werk “Richtig Blogs schreiben” an, in welchem 13 Regeln zum richtigen Bloggen aufgelistet werden. Da wir nicht in allen Punkten mit den Seo-United Jungs konform gehen, haben wir die einzelnen Regeln hinterfragt und unsere eigene Version davon verfasst.

Der Begriff Weblog geht auf das Wort “log” zurück und bedeutet soviel wie dass der Autor gelogen hat. Während man noch vor 2-3 Jahren meist die Redewendung das “Internet-lügt” benutzte, hat sich in der Zwischenzeit die Kurzform – das “Web-log” – durchgesetzt. Insofern sollte dem Leser klar sein, dass alles was jetzt noch kommt, nicht der Wahrheit entsprechen muss.

  1. Insbesondere bei längeren Blogs empfiehlt sich der Verzicht auf eine Einleitung bzw. Zusammenfassung, weil die Leser sowieso schon wegen der vielen Worte am liebsten abdrehen würden.
  2. Um den Text schön einheitlich und nicht zu lang erscheinen zu lassen, sollte er nicht in einzelne Absätze unterteilt werden.
  3. Längere Blogs sollten möglichst nicht auch noch mit Bildern oder anderen multimedialen Inhalten in die Länge gestreckt werden.
  4. Zur weiteren Auflockerung empfiehlt sich die Verschwendung von Überschriften, Fett- oder Schrägschrift.
  5. Es empfehlen sich dezent eingestreute Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, um so dem Leser das Gefühl der Überlegenheit und einen Grund zum Lehrmeistern zu geben.
  6. Um sich als Autor mit überlegener Fachkenntnis präsentieren zu können, sollten Fachbegriffe und Abkürzungen tunlichst nicht erklärt werden.
  7. Nachrichtenähnlich geschriebene Blogs sollten so lang wie nur möglich gehalten werden, weil die Leser einen Anspruch auf vollständige Berichterstattung haben.
  8. Lange, verschachtelte Sätzen sind kurzen, beschreibenden Sätzen vorzuziehen, weil sich der Leser so stärker konzentrieren und seine Phantasie spielen lassen muss
  9. Nominalisierungen bzw. Substantivierungen gehören zum gehobeneren Sprachgebrauch und signalisieren dem Leser einzigartige Grammatik-Kenntnisse.
  10. Links zu anderen Seiten müssen möglichst nichts als solche zu erkennen sein, damit der Leser die eigene Seite nicht schon vor Ende des Artikels verlässt.
  11. Die persönliche Meinung sollte immer sofort am Anfang eines Blogs dargelegt werden, damit keine Missverständnisse aufkommen.
  12. Aufzählungen und Listen sind zu meiden, weil sie mittlerweile in Blogs völlig überstrapaziert sind.
  13. Am Ende kann man den Leser zusätzlich konkret ansprechen und z.B. zu einem Klick auf die AdSense Werbung animieren.

Sicher gibt es noch viele weitere Regeln, welche man beim Schreiben eines Blogs beachten sollte. Zum Beispiel die, dass man nicht einen Blog sondern einen Blogartikel schreibt. Wenn Euch weitere Regeln einfallen, dürft Ihr diese natürlich gerne in einem Kommentar posten :)

Okt5th

Sensationelle Entdeckung: der Green Hat

Das „National Seographic Magazine“ berichtet exklusiv

White Hat und Black Hat können getrost als kalter Kaffee bezeichnet werden – ein alter Hut sozusagen. Die international besetzte Forschungsgruppe „Suchmaschinen“ hat eine völlig neue Spezies entdeckt, den Green Hat. Mit einem bislang noch nie dagewesenen Aufwand ist es den Experten gelungen, eines der seltenen Exemplare in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten. Die ersten Ergebnisse liegen mittlerweile vor und haben die Fachwelt in Staunen versetzt.

Als besonders signifikant werden die Unterschiede zwischen Green sowie Black und White Hat bei der Nahrungsaufnahme bezeichnet. Während die beiden bekannteren Arten morgens ohne Kaffee nur schwer zu motivieren sind und in den Abendstunden auch vor hochprozentigen Getränken nicht zurückschrecken, teilweise mit erschreckenden Folgen, ist der Green Hat auf grünen Tee aus den zarten Blattspitzen ökologisch angebauter Pflanzen und Quellwasser fixiert. Eine rein vegane Lebensweise konnten die Forscher nicht feststellen, wohl aber das Bedürfnis nach einer ausgewogenen Kost, bei der gänzlich auf Tiefkühlware, Lieferdienste und Fast Food verzichtet wird. Daraus, insbesondere der Begeisterung für Äpfel, die sich in stilisierter Form auch auf den Arbeitsutensilien finden, leiten die Experten das Lebensmotto der Green Hats ab: An apple a day keeps the doctor away – frei übersetzt: Iss jeden Tag einen Apfel und Du sparst Dir den Weg zum Arzt.

Die Arbeitsweise des Green Hat blieb hingegen weitgehend unerforscht, weil er bei den täglichen Pflichten niemanden in seiner Nähe duldet. Festgestellt wurde lediglich, dass die neue Spezies auf natürlich nachwachsende Links baut und jede Form künstlicher Verlinkung ablehnt. Die Kundschaft wird nach regionalen Kriterien ausgewählt. Absprachen erfolgen telefonisch, per E-Mail oder nach Möglichkeit in einem Gespräch unter vier Augen. Für die Fahrt zum Kunden nutzt der Green Hat ein Fahrrad oder in ganz seltenen Fällen ein Hybridauto. Flugzeuge lehnt die Spezies prinzipiell ab und achtet darauf, möglichst wenig Energie zu verschwenden. Daher befinden sich auf dem Dach der Behausung – der Green Hat bevorzugt Niedrigenergiehäuser – mehrere Reihen Solarzellen und im Nutzgarten ein Hauswasseranschluss, der auch für die Toilettenspülung genutzt wird.

Der Tagesablauf unterscheidet sich kaum von dem anderer Arten. Allerdings ist ein Green Hat weniger nachtaktiv. Nur bei Vollmond konnten die Forscher beobachten, wie sich die Spezies tanzend im Freien bewegte und später zu geheimnisvollen Gesängen die Haare schneiden ließ. Warum, ist selbst den Koryphäen aus der Suchmaschinenwissenschaft ein Rätsel. Sie können nur Vermutungen anstellen und erklären das Verhalten mit dem Wunsch nach innerer Zufriedenheit. Dahingehend werten sie auch den Drang, regelmäßig Bäume zu umarmen. Ob sich diese Eigenheiten auf den beruflichen Erfolg niederschlagen, steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass die eher ruhige Lebensweise einen langsamen Linkaufbau nach sich zieht. Die Experten sprechen von einer „cleveren Überlebensstrategie“. Kaum Auskunft gibt der Bericht zum Erhalt der Art, damit die Fortpflanzung. Der Abschnitt beschränkt sich auf zwei Worte: Blümchensex und Deep-Links. Weitere Details sollen nun während einer Langzeitstudie ermittelt werden. Bis dahin gilt der Green Hat als geschützte Art.

Verantwortlicher Klitschen Redakteuer Andre M., der Wortartist

Okt2nd

Seo rasselt bei Fahrprüfung durch

Einer unserer Praktikanten ist gerade bei der Fahrprüfung durchgefallen. Das wäre uns normalerweise keine Meldung wert gewesen, aber der Grund für sein Versagen war dann doch so kurios, dass wir uns eine Veröffentlichung nicht verkneifen konnten. Der Junge heißt Mario Fischerländer und er macht bei uns eine Ausbildung zum Linkbuilder. Ganz nebenbei bereitet er sich auf seine Führerscheinprüfung vor. Die Theorie war kein Problem für Mario, die hat er mit Bravur bestanden. Doch dann kam die Praxis.

Gestern war es soweit – die Fahrprüfung stand an. Alleine wollte er dort nicht auflaufen. Mario strebt den Führerschein mit 17 an, darum begab er sich mit 16 Freunden auf den Weg zur Prüfung. Am Fahrschulwagen wartete schon der Fahrprüfer Mett Katz auf ihn. Mett ist bekanntlich ein scharfer Hund, der selbst kleinste fahrerische Qualitätsverstösse sofort ahndet. Alles schien glatt zu laufen, Mario geleitete den Fahrschulwagen fehlerfrei durchs Straßenlabyrinth, nutzte zum Rückwärts Einparken noch nicht mal eine Parking-Seite und löste selbst komplizierteste Vorfahrtaufgaben mit (rechts vor) Links. Als fast schon alles überstanden und der Wagen auf dem Rückweg zum Startpunkt war, passierte es.

Prüfer Mett Katz wies Mario an Links abzubiegen: “Hier bitte Links”, was dieser jedoch völlig falsch interpretierte und den Wagen abrupt abbremsen ließ. Empört beschimpfte Mario den Fahrprüfer, was ihm denn einfiele Links von ihm zu fordern, wo er doch seine Prüfungsgebühren längst bezahlt hätte. Der durch das Bremsmanöver ausgelöste Auffahrunfall tat dann sein übriges. Und die Moral von der Geschicht:

“Linkgeiz an der falschen Stelle, gibt im Auto eine Delle.”

Sep17th

Looking for good Google search engineers

While Google is Looking for good Yahoo search engineers, our team from Seo-Klitsche is looking for good Google search engineers. When reading the blog post of Matt Cutts, that reminded me, that I meant to do this post a little while ago. Therefore I will keep this blogpost as short and sweet as possible: if you are an excellent Google engineer with solid experience in seo and search – Seo-Klitsche is hiring. If you want to apply for a SEO position in Harsewinkel (Germany), use our new job page and the script will send you to the right recruiters. Thanks!

Und if you can spiek Deutsch very well, there is eine sekundäre Possibilität für ein Seo-Job away-lable at Abakuss Internett Macketing:

Mit gute Gehalt, gutes Karriere und eine Menge Know-Kow gewinnen.

Kamm on – join the team!

Sep16th

Wahlspecial Ticker: SEO Klitsche unterwandert Linkspartei

“Linkaufbau ist nicht eine Sache von Tagen wo Links gesetzt werden und networking stattfindet. Linkaufbau ist ein langer, langanhaltender Prozess um die Schaffung von neuen Linkplätzen, die fähig sind, nicht eine Seite nach oben zu linken als Ersatz für eine andere, sondern massenhafte Verlinkung von unten entgegen zu setzen bürokratischem Linkgeiz von oben. An diesem Kampf habt Ihr weiter zu arbeiten, in diesem Kampf habt ihr euch zu entfalten, und in diesem Kampf ist jeder beteiligt, wo auch immer er sich in dieser Welt befinden mag.” (ein Linker)

Kaum ist das Sommerloch überwunden, rumort es schon wieder in der Öffentlichkeit: Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Das ist natürlich auch für die SEO Klitsche willkommener Anlass und tief empfundene Pflicht, um die politische Meinungsbildung des Volkes zu fördern und die politischen Geschicke gar in die eigenen Hände zu nehmen und den Focus der Massen mehr auf “Links” zu richten.

Um den Einstieg in die Politik nicht bei null bewerkstelligen zu müssen, sondern in der Position einer etablierten Nischenpartei starten zu können, wurde kurzerhand die Parteizentrale der Linkspartei im Karl-Liebknecht-Haus Berlin von der SEO Klitschen Kommune besetzt, symbolisch die Schwarzhutflagge gehisst und der Linksozialismus ausgerufen. Um einer Konterrevolution zuvor zu kommen, wurden in einer offiziellen Zeremonie vor einer jubelndem Menge auf dem Rosa-Luxemburg-Platz alle Schlüsselpositionen mit hoch dekorierten Klitschen-Mitarbeitern besetzt und diese zugleich zu Trägern des goldenen Linkankers geadelt.

Was kommt als nächstes?

In den kommenden Tagen werden sich wohl die Wogen etwas glätten und auch alte Parteifunktionäre als Linksammler reintegriert worden sein. Im Anschluss kommt es zu einer öffentlichen Verlesung der Klitschen-Doktrin, dem linksozialistischen Manifest zur Sicherung des Linkenden Sozialstaates und Abschaffung elitärer Linkzirkel, mit dem Ziel dass jedes Mitglied dieser Gesellschaft die gleichen Chancen zu hochqualitativer Verlinkung erfährt.

Widerstand in Form von Störaktionen wird insbesondere seitens Google erwartet, auch wenn man sich beim Suchmaschinenriesen bislang zum Thema Gegenaktionen bedeckt hält. Einzig Matt Cutts äußerte in einem spontanen und offensichtlich von persönlicher Wut geprägtem Interview gegenüber der BILD Zeitung, dass eine Lösung in Form von Stoppschildern vor linksozialistischen Webseiten nicht ausgeschlossen sei. Die Konzernzentrale relativierte zwar Cutts Aussage, wollte derartige Pläne jedoch auch nicht pauschal dementieren.

In diesem Sinne: Wir bauen auf euch linkenden Brüder und Schwestern!

Viva la revolution!
Christiano Müller (Praktikant)

Sep10th

Volksphone

Nach dem Befreiphone kommt jetzt das Volksphone auf den Markt. Im Rahmen der OMClub-Party 2009 wird der Sieger des Volksphone Wettbewerbs ausgelobt. Gewinner ist, wer zum Zeitpunkt der Preisverleihung am 23.9. auf der OMclub-Party den ersten Platz bei Google für die Suchanfrage “Volksphone” belegt.

Der Zuspruch ist groß, das Ding wird wohl auch dieses Jahr die Welle machen. Erste kreative Volksphone-Exemplare sind schon unterwegs. Das macht Lust auf mehr. Sistrix hat gleich passend zum Wettbewerb einen Volksphone-Monitor aufgesetzt. Eine tolle Idee, und ein toller SEO-Kniff, am Ende räumt er mit der Seite noch den ersten Platz ab ;-)

Weitere Infos zum Wettbewerb und den Preisen findet ihr hier: Volksphone OMClub SEO-Contest

Sep2nd

OMG: Gerald Steffens – Seoklitsche

Hier das Ergebnis des Linkbait des Jahres – OMG – die Online Marketing Generals.

Gerald Steffens- Seoklitsche

Sammelkarte Gerald Steffens- Seoklitsche

Und hier gehts zur eigentlichen Sammelkarten-Seite: Gerald Steffens – Seoklitsche

Aug16th

Klitsche gesteht Brand-Bidding!

Eine beliebte Werbeform moderner Wegelagerer Webagenturen ist das so genannte Brand-Bidding. Ursprünglich ein SEM Geheimtipp, ist Brand Bidding heutzutage etwas in Verruf geraten. Viele Agenturen bieten über AdWords & Co. auf den einen oder anderen fremden Brand, ohne dabei auf den Inhaber des Brands Rücksicht zu nehmen. So etwas ist brandgefährlich und kann tödlich enden.

Gestern sind Gerüchte über eine Verstrickung der Seo-Klitsche in einen Fall von Brand-Bidding aufgetaucht. So berichtete zum Beispiel Locus Online auf 128 Seiten über den Fall, brachte Screenshots von Adwords-Anzeigen, ließ Rechtsexperten zu Worte kommen und nahm Kontakt zu unserer Geschäftsleitung auf mit dem Hinweis, man hätte die Seo-Klitsche beim Brand-Bidding erwischt. Heute möchten wir zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Ja, es stimmt. Die Seo-Klitsche hat Brand-Keywords bei Google AdWords gebucht. Was jedoch nicht stimmt ist die Aussage, wir hätten auf einen fremden Brand gebucht. Anhand des folgenden Beispiels wollen wir euch zeigen, dass die Vorwürfe haltlos sind. Hier also der aufklärende Screenshot. Zur besseren Lesbarkeit bitte auf das Bild klicken!

Brand-Bidding in Google AdWords

Brand-Bidding in Google AdWords

Was sehen wir? Vier rot markierte Adwords Anzeigen, die die Seo-Klitsche für ihre Kunden geschaltet hat. Natürlich nach allen Regeln der Kunst optimiert, d.h. das Brand-Keywort ist im Anzeigentitle gesetzt und der beschreibende Brandsatz mit zündenden Werbesprüchen belegt. Überhaupt sind alle vier von uns beworbenen Brandsätze von sprühendem Wortwitz. Echte Knaller sozusagen. Bleibt zum Schluß eigentlich nur noch zu klären, dürfen wir das überhaupt? Bewerben wir unseren eigenen Brand? Die Antwort lautet schlicht und einfach: Ja!

Erklärung: Alle angebotenen Brände und Brand-Dienstleistungen werden ausschließlich von unseren Seo-Klitschen Mitarbeitern gelegt und angeboten. Unsere Mitarbeiter haben eine zweijährige Brandausbildung absolviert, produzieren alle Brandsätze selber per Hand, optimieren die Brände mit hauseigenen Brandbeschleunigern und signieren ihre Arbeit mit einem entsprechenden Brandzeichen.

Ich hoffe diese brandaktuelle Stellungnahme konnte dazu beitragen, die falschen Anschuldigungen gegen die Seo-Klitsche zu entkräften. Wer es noch genauer wissen möchte, der kann ja einfach mal die Sistrix Brandprotection bemühen. Euer Willy.

Jul7th

Papa, ich will Seo werden

Irgendwann kommt der Tag, an dem Papa oder Mama mit Sohn oder Tochter ein ernstes Gespräch führen. Selbst hartgesottene Männer fürchten diesen Moment. Er treibt ihnen die Schweißperlen auf die Stirn. Schließlich geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, selbständig zu werden und das Leben mit beiden Händen zu greifen. Es ist einer jener Momente der Wahrheit. Hat es sich gelohnt, dem Kleinen schon vor dem Kindergarten den ersten Taschenrechner zu schenken, mit ihm jedes Wochenende Autos gucken zu gehen oder ständig neue Spielzeugbagger mitzubringen, um die ersten Weichen für die Zukunft zu stellen. Und wie stolz muss der Papa sein, wenn Sohnemann dann sagt: „Ich will genau wie Du Baggerfahrer werden.“ Die Nervosität verfliegt, Papa gönnt sich ein Bier extra und bestellt schon den passenden Helm. Mutter überlegt derweil, welche Gardinen sich in der ersten eigenen Wohnung des Sprosses gut machen könnten. Was aber, wenn Papa als Polier und Mama als Mädchen für alles bei der Bank eines Tages erfahren: „Ich will Seo werden.“ So könnte das aussehen:

Kaum ist Papa von der Arbeit zurück und hat es sich auf dem Sessel bequem gemacht, kommt Kurti ins Wohnzimmer und sagt den folgenschweren Satz, „Papa, ich will Seo werden.“ Da das Bier den Weg den Rachen hinab noch nicht ganz zurückgelegt hat, spuckt der Vater vor Schreck ein paar Tropfen auf sein Hemd. „Wat is dat denn? Seo? Ich kenn‘ nur Leo von ne Lümmelwiese und so einen wirst Du nich.“ Kurti verdreht die Augen. „Die machen in Internet, Papa. Das ist die Zukunft.“ Der Vater, nach dem Hustenanfall noch feuerrot, zieht nur die Schultern hoch. „Ja und. Damit willste Geld verdienen?“ Das eifrige Kopfnicken von Kurti veranlasst den Papa, etwas weiter auszuholen. „Hör‘ mal, die Inge von Inges Büdchen macht auch irgendwas mit www und de. Die hat auch so ´ne Homepage, mit eigenem Slogan: Haste Hunger und Durst, kauf Pils und Wurst. Der ist gut was?“ Kurti, mittlerweile auf dem Sofa sitzend, hört einfach nur zu und schüttelt leise den Kopf.

Der Papa erzählt weiter: „Der Otto, kennste doch, der fährt bei uns den Lkw, guckt jeden Tag auf die Seite. Da ist ein Zählwerk eingebaut und das geht immer einen weiter, jeden Tag. Im Jahr sind das mindestens 300 Leute. Das macht die Inge alleine und die hat das nicht gelernt.“ Von einem Klatschen unterbrochen, Kurti hat sich gerade mit der flachen Hand auf die Stirn geschlagen, wird der Vater böse. „Wat denn?“ „Papa, als Seo hole ich tausende Besucher auf die Seite von Inges Büdchen und kriege dafür Geld.“ Jetzt haut sich der Vater lachend auf die Schenkel. „So viel Würstchen kann die Inge doch gar nicht in den Topf werfen, tausend Leute. Man, das ist ein Büdchen, kein Restaurant.“ Ganz wohl ist dem Vater nicht, als er sieht, dass die Freude in den Augen seines Sohnes mittlerweile Resignation gewichen ist. Er lenkt ein. „Lern doch ein Handwerk. Das hat goldenen Boden“.

Da strahlt Kurti wieder. „Seo ist solides Handwerk. Das sagt Speedy-Adonis und der muss es wissen.“ Vater springt fast vom Sessel auf. „Speedy-Adonis, wer soll das denn sein? So einer wie Busen-Berti vom Kiez. Sach mal, willste Schmuddelkram machen? Dann fängste Dir aber ein paar. Was sollen denn die Nachbarn denken.“ So langsam wird Kurti sauer, weil Papa gar nichts kapiert. „Der hat FBI gegründet und fährt überall rum, um Vorträge zu halten.“ Dem Vater platzt der Kragen. „Porno und Geheimdienst. Glaub‘ ja nicht, dass wir zwei noch mal James Bond gucken.“ Der Herr im Haus setzt sich gerade hin, dreht den Kopf Richtung Küche und brüllt: „Gerda, der Junge will Spion werden, stell Dir das mal vor. Ein Spitzel bei uns im eigenen Haus.“

„Nee, Papa. FBI ist Fresh Boosting Ideas, nicht die Staatspolizei in den USA. Der Speedy-Adonis ist Seo und Super-Affiliate.“ Nach der zweiten Flasche Bier, Papi ist schon etwas ruhiger, entweicht den Lungen nach einem lauten Rülpser ein langgezogenes Stöhnen. „Jetzt auch noch Superman. Das passende T-Shirt hast Du ja schon vom Fasching.“ Kurti, den Tränen nah, läuft in sein Zimmer. Die Mutti öffnet nur kurz die Tür. „Lass‘ mal gut sein Junge. Der Papa ist gestresst.“ Danach geht sie ins Wohnzimmer, tätschelt ihrem Mann das Knie. „Horst, der Junge weiß schon, was er will.“ „Ja, als Superman im Puff spionieren. Ich kapier´s nicht. Da zeigt man ihm die Bagger und alles, was ist der Dank. Nur Flausen im Kopf.“ Mutti Gerda lächelt weise, streichelt ihren Horst und sagt ganz leise: „Vielleicht ändert Kurti seine Meinung ja noch, wenn er erst mal in der Grundschule ist.“

Was sagt uns die Geschichte: Dass es bei Inges Büdchen Pils und Wurst gegen Hunger und Durst gibt, Vater Horst nur selten am Computer sitzt, Mama Gerda ihr Männer genau kennt und Kurti öfter mal auf den Spielplatz sollte.

Die Aussage einer Person, die gerne pokert und sich sozial engagiert, „Seo ist solides Handwerk“, hat mir den Floh zu dieser Geschichte ins Ohr gesetzt. Anspielungen auf den aka-Namen und andere Kürzel seien mir deshalb erlaubt und – falls falsch verstanden – hoffentlich auch verziehen. Der Wortartist.

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